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Positive Emotionen – wichtiger als Gesundheitsziele?

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Sport ist gesund – das wissen wir alle. Doch warum fällt es uns oftmals trotzdem so schwer, dranzubleiben? Neue Studien zeigen: Positive Gefühle beim Training sind oft entscheidender als langfristige Gesundheitsziele.

 

Sport ist gesund – und trotzdem bleiben viele nicht dran

Dass Bewegung gut für die Gesundheit ist, hören wir überall: in den Medien, beim Arzt oder im Freundeskreis. Und doch schaffen es viele Menschen nicht, regelmäßig aktiv zu bleiben. Woran liegt das? Eine aktuelle wissenschaftliche Analyse liefert spannende Antworten.

 

Warum Gesundheitsargumente oft nicht reichen

Eine Studie von Maltagliati und ihrem Team (2024) zeigt: Der Hinweis auf gesundheitliche Vorteile allein motiviert langfristig kaum. Dafür gibt es drei einfache Gründe:

 

  • Aufwand schlägt Nutzen: Körperliche Aktivität kostet Energie – aber der gesundheitliche Nutzen zeigt sich oft erst viel später.
  • Späte Belohnungen zählen weniger: Unser Gehirn bevorzugt sofortige Belohnung gegenüber langfristigen Zielen.
  • Innere Zweifel: Wer Sport als unangenehm empfindet, zweifelt eher an dessen Nutzen – und lässt es schneller bleiben.

 

Der entscheidende Faktor: Positive Gefühle

Der eigentliche Gamechanger sind positive Emotionen beim Aktiv sein. Freude, gute Laune oder ein Gefühl von Leichtigkeit verändern die Wahrnehmung von Sport und Bewegung grundlegend mit folgenden Effekten:

  • Anstrengung fühlt sich geringer an
  • Gute Gefühle wirken als sofortige Belohnung
  • Das Vertrauen wächst, dass das Training wirklich guttut

Kurz gesagt: Was sich gut anfühlt, wird häufiger wiederholt.

 

Was heißt das für die Trainingspraxis?

Wer langfristig aktiv bleiben möchte, sollte nicht nur auf langfristige Gesundheitsziele schauen, sondern gezielt positive Erlebnisse fördern:

  • In Umgebungen trainieren, die guttun (Natur, Musik, vertraute Orte)
  • Intensitäten wählen, die zur Tagesform passen
  • Gemeinsam trainieren und Trainingseinheiten mit Lieblings-Übung abschließen
  • Abwechslung einbauen (mal was Neues ausprobieren)
  • Bewusst auf positive Empfindungen achten (was fühlt sich gerade gut an?)

 

Fazit

Gesundheit ist wichtig – aber Freude ist oft der Schlüssel zur langfristigen Motivation. Wer Bewegung mit positiven Emotionen verbindet, bleibt eher dran und tut sich langfristig etwas Gutes. Nicht das „Muss sein, weil gesund“, sondern das „Es tut mir gut“ macht den Unterschied.

 

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