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Funktionelles Training – was steckt wirklich dahinter?

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„Funktionelles Training“ oder „Functional Fitness“, übrigens jetzt auch bei uns als Präventionskurs, ist in aller Munde. Doch was bedeutet das eigentlich? Eine neue Expertendefinition zeigt: Entscheidend ist nicht das Trainingsgerät, sondern das Ziel. 

 

Trendbegriff oder Trainingsprinzip? 

In der Fitnesswelt tauchen immer wieder neue Begriffe auf – einer davon ist „Funktionelles Training“. In Fitnessstudios, Reha-Einrichtungen und Kursprogrammen ist es längst angekommen. Doch was genau ist damit gemeint? Und ist es wirklich etwas Neues? 

Eine internationale Expertengruppe hat 2024 eine klare Definition formuliert: 

Funktionelles Training ist ein gezielter Trainingsansatz, der die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert – abgestimmt auf individuelle Ziele, Anforderungen und persönliche Voraussetzungen. 

Was bedeutet „funktionell“ konkret? 

Im Mittelpunkt steht nicht eine bestimmte Übung oder ein spezielles Gerät. Entscheidend ist vielmehr folgende Frage: 

Wofür trainiere ich und was brauche ich dafür? 

Ob für den Alltag, den Sport, die Rehabilitation oder die allgemeine Fitness: Das Training soll genau die Fähigkeiten stärken, die für die jeweilige Person relevant sind. 

Das kann bedeuten: 

  • mehr Kraft für Treppensteigen oder Gartenarbeit 
  • bessere Schnellkraft zur Sturzprävention 
  • gezielte Leistungssteigerung für eine Sportart 
  • Wiederaufbau nach einer Verletzung 

Funktionelles Training vs. Bodybuilding 

Anders als beim klassischen Bodybuilding steht beim funktionellen Training nicht das äußere Erscheinungsbild im Vordergrund. Ziel ist nicht in erster Linie maximal viel Muskelmasse, sondern Bewegungsqualität, Leistungsfähigkeit und Verletzungsprävention. 

Wichtig: Es gibt keine „funktionellen“ oder „nicht-funktionellen“ Übungen per se. Eine Kniebeuge kann funktionell sein – wenn sie zu den Zielen der Person passt. Sie kann aber auch unpassend sein, wenn sie nicht auf individuelle Voraussetzungen abgestimmt ist. 

Neu oder doch altbewährt? 

Oft wird funktionelles Training als Innovation verkauft. Tatsächlich basieren die zugrunde liegenden Prinzipien auf bewährten Trainingsgrundlagen: Individualität, Zielorientierung und systematische Planung. 

Der Unterschied liegt im Fokus:
Nicht ein Trainingsplan „von der Stange“, sondern ein auf die Person zugeschnittener Prozess steht im Mittelpunkt. 

Was heißt das für die Praxis? 

Für Trainierende bedeutet das: 

  • Eigene Ziele klar definieren 
  • Trainingsinhalte bewusst auswählen 
  • Professionelle Begleitung nutzen 

Für Trainingsanbieter heißt es, sorgfältig zu planen, zu beraten und das Training individuell zu steuern. Das ist aufwendiger – aber deutlich effektiver. 

Fazit 

Funktionelles Training ist mehr als ein Trendbegriff. Es ist ein durchdachter Ansatz, der die individuellen Ziele und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. 

Nicht das Etikett „funktionell“ macht ein Training wertvoll – sondern die Frage, wie gut es zu Ihnen und Ihrem Alltag passt. 

 

Sie möchten gezielt und individuell trainieren? In unserem Gesundheitsstudio gestalten wir das Training in einem persönlichen Einweisungstermin so, dass es zu Ihren Zielen und Bedürfnissen passt. Auch in unserem neuen bezuschussten Präventionskurs Functionelfitness geht es darum, durch alltagsnahe Übungen fit und leistungsfähig zu werden.