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Was hilft bei Wut? – Kinder im Gefühl begleiten

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Wut ist ein starkes Gefühl. Sie kommt oft plötzlich, ist intensiv und kann Kinder überwältigen. Manche schreien, stampfen oder werfen Dinge, andere ziehen sich zurück oder weinen. Für Erwachsene kann das herausfordernd sein – doch wichtig ist: Wut ist kein „schlechtes“ Gefühl. Sie ist ein Signal, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht wurde ein Bedürfnis nicht erfüllt, eine Grenze überschritten oder ein Wunsch enttäuscht.

Unsere Aufgabe als pädagogische (Fach-)Kräfte ist es, Wut nicht zu bewerten, sondern zu verstehen.

Kinder brauchen in solchen Momenten keine Strafe, sondern Begleitung. Wir helfen ihnen, ihre Wut zu erkennen, zu benennen und auszudrücken – ohne andere zu verletzen und ohne sich selbst zu verlieren.

Ein Großteil unserer pädagogischen (Fach-)Kräfte in unseren Einrichtungen verfügt über das Wissen und die Erfahrung, in diesen Momenten ein hilfreicher Begleiter zu sein. Kontinuierliche Fortbildungen erweitern hier den Handlungsspielraum.

Was hilft konkret?

  • Ruhige Ansprache: „Ich sehe, dass du gerade sehr wütend bist. Magst du mir erzählen, was passiert ist?“
  • Rückzugsorte: Ein „Ruheplatz“ oder eine „Gefühlsinsel“ kann helfen, sich zu sammeln.
  • Körperliche Entlastung: Bewegung, Kneten, Malen oder gezielte Atemübungen helfen, die Anspannung zu lösen.
  • Sprachliche Begleitung: Kinder lernen, ihre Wut in Worte zu fassen – statt in Taten.

Wut darf sein. Sie zeigt, dass Kinder sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen. Wenn wir ihnen helfen, mit diesem Gefühl umzugehen, stärken wir ihre Selbstregulation und ihr Selbstvertrauen – und legen den Grundstein für ein friedliches Miteinander.